Das Kloster Arkadi

Das Kloster Arkadi

Das Kloster Arkadi ist eines der historisch wichtigsten Klöster auf Kreta, und wurde erstmals im 16ten Jahrhundert als wichtiger Ort der damaligen Kultur erwähnt. Es liegt nur etwa 4 Kilometer von den MARVA Apartments/Studios entfernt.

1646 während der Invasion der Türken wurden große Teile des Klosters zerstört aber später wieder aufgebaut was an der Architektur gut zu erkennen ist. Insbesondere die Fassade der Kirche gilt als eines der besten Beispeile für den Baustil, der als Kretische Renaissance bekannt ist.

Doch das Kloster Arkadi ist weder für seine Architektur noch für seine religiöse/kulurelle Bedeutung in die Geschichte eingegangen, sondern für eine der heldenhaftesten und zugleich tragischsten Taten in der Geschichte Kretas.

Im November 1866 suchten 700 Frauen, 287 Männer und 45 Mönche Zuflucht im Kloster. Am 07. November begannen Türkische Truppen das Kloster unter Führung von Pascha Naili Giritli anzugreifen. Die Belagerten, die unzureichend bewaffnet waren, konnten die Angreifer nicht zurückhalten und so gelang es den Türken schon am nächsten Tag durch das Haupttor zu marschieren. Der Abt Gavriil Marinakis wurde während des Angriffs getötet.

Der Widerstandskämpfer Kostas Yiamboudakis legte Feuer im Lagerraum, in dem das Schwarzpulver gebunkert wurde, als die Angreifer das Westtor einnahmen und tötete mit der Explosion nicht nur die Belagerten sondern auch tausende der Angreifer.

Diese heldenhafte Tat der Belagerten von Arkadi schockte die öffentliche Meinung in der ganzen Welt und veränderte das Verhaten der Großmächte Europas in Bezug auf die Kretafrage.

Heute kann man im Südflügel des Klosters ein Museum besuchen. Es enthält Vor- Byzantinische Ikonen, religiöse Gewänder, Waffen, Manuskripte, persönliche Gegenstände die einst dem Abt Gavriil gehörten und andere historische und religiöse Relikte.

An einem Ehrenplatz befindet sich das Banner des Klosters Arkadi, es stellt die Verklärung Christi dar (es wurde 1870 von dem Türkischen Offizier zurückgebracht, der es nach der Explosion an sich genommen hatte). Ein weiteres einzigartiges Ausstellungsstück ist der erhaltene Teil der Altarikone, die die Auferstehung Christi darstellt. Der Rest des Altars und der Ikone sind in der Explosion zerstört worden.

Beispiele von priesterlichen Gewändern, hergestellt in der Stickerei des Klosters während des 17ten Jahrhunderts sind ebenfalls ausgestellt. Ein herausragendes Sück in der Sammlung mit goldener Stickerei zeigt Jesus und seine 12 Jünger.

Schlussendlich sind die Waffen, die während der Belagerung sowohl von der griechischen als auch von der türkischen Seite benutzt wurden ausgestellt. Darunter befinden sich: Steinschloss-Gewehre, Pistolen, Türkische Musketen und Waffen, die nach den Helfern des Widerstandes benannt wurden, so wie Rodokanakis und Bernadakis, die die Waffen aus dem Ausland zu ihren belagerten Landsleuten schickten.

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